Alles über Heather – Matthew Weiner 2017

Karens Welt dreht sich zu nur um Heather. Mark würde alles tun, um Heather zu beschützen. Dann taucht Bobby auf und er will Heather besitzen.

Heather ist der Mittelpunkt dieser kleinen Geschichte, die mehr wie eine Novelle, als ein Roman anmutet. Sie kommt erst einmal sehr unschuldig daher und überrollt dann alles wie eine Lawine und reißt jeden mit in den Abgrund.

Eine vermeintliche heile, bürgerliche Kleinfamilie, doch die Beziehung der Eltern wird nur noch von ihrer beider Anbetung der gemeinsamen Tochter zusammengehalten und selbst hier entsteht langsam ein destruktiver Konkurrenzkampf. Dann taucht Bobby auf und wie ein dunkler Schatten legt er sich über die Familie und nur Mark scheint zu bemerken, was hier wirklich vor sich geht.

Der Leser weiß etwas, was der Protagonist bis zum Schluss nur ahnt und trotzdem entwickelt die ganze Handlung eine Eigendynamik, die einen fast atemlos macht.

Der Stil ist kurz und bündig und vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber die Geschichte ist ein gelungenes und sehr kurzweiliges Debut. Mit knappem Klientel beschreibt Matthew Weiner eine kleine Welt, die ins Wanken gerät und fast aus den Angeln kippt.

Egal, welchen Ausgang diese Geschichte nimmt oder auch hätte nehmen können – hier bleibt etwas zurück, was sich mulmig anfühlt.

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